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Geschenkproduktion vom Fließband? Nein Danke!

Tauberbischofsheim. Im Rahmen einer „Weihnachtswerkstatt“ durften am ersten Adventssonntag knapp 30 begeisterte Bastler des Jugendrotkreuzes im Kreisverband Tauberbischofsheim ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Unter dem Motto „Geschenkproduktion vom Fließband – Nein Danke!“ fertigten die Teilnehmer hübsche Weihnachtsgeschenke und Dekoration fürs Fenster an, alles natürlich liebevolle „Handarbeit“.

So entstanden neben glitzernden „Licht-Gläsern“ beispielsweise bunte Tannenbäume aus Holz oder winterliche Sterne als Eyecatcher am Fenster. Die Geschenkanhänger mit winterlichen Motiven sowie schnuckelige Dreiecks-Päckchen in perfekter Pralinen-Größe werden sicherlich Highlight unter jedem Weihnachtsbaum sein. Eine besondere Freude bereitete den JRKlern die Gestaltung der Plätzchenteller aus Porzellan; einer war schöner als der andere!

Vom weihnachtlichen Werkeln, Tüfteln und Basteln hungrig geworden schmeckten Punsch, Lebkuchen und Spekulatius noch besser als sonst. Und auch das Versuchen der selbstgebackenen Plätzchen unter „professioneller“, männlicher Anleitung ließ sich keiner nehmen.

 Letztendlich erwies sich die „Weihnachtswerkstatt“ als ein weiteres unvergessliches JRK-Event, bei dem, ganz nebenbei, dem Weihnachtsstress aufgrund der kurzfristigen Suche nach dem passenden Geschenk präventiv entgegengewirkt wurde :)


Unterbewusste Suchtprävention in der Jugendarbeit - ein wöchentliches "Geschenk" an unsere JRKler?

In Theorie und Praxis wurden knapp 20 Gruppenleiter des Jugendrotkreuzes im Kreisverband Tauberbischofsheim im Rahmen eines Coachings der BZgA-Initiative „Kinder stark machen“ für die Suchtprävention im Vereinsalltag sensibilisiert.
„Kinder stark machen“ – Das tun unsere Gruppenleiter mindestens einmal wöchentlich in der Gruppenstunde, bei Ausflügen oder Veranstaltungen des Jugendrotkreuzes und im Zeltlager.
Denn, wenn dem oft auch wenig bewusst, fördert jedes Spiel, jede Teamaufgabe, jede Mitgestaltungsmöglichkeit die Lebenskompetenzen der Teilnehmenden.
Das so ausgebildete Selbstvertrauen, das Wahrnehmen persönlicher Stärken und Schwächen und das Annehmen einer Rolle in einer Gemeinschaft stärkt schließlich die Kinder, in schwierigen Situationen „Nein“ zu Alkohol, Drogen oder zur angebotenen Zigarette zu sagen beziehungsweise dem vermeintlichen „Gruppenzwang“ standzuhalten.
Dementsprechend wurde der Spiel- und Erlebnispädagogik im Workshop viel Raum geboten. Die Gruppenleiter probierten selbst aus, fühlten sich in die Rolle der Teilnehmenden ein und reflektierten anschließend das „Erlebte“. Natürlich kam der Spaß beim „Römischen Wagenrennen“, beim „Autoflitzen“ im Kreis oder bei der „Schiffsreise in die Karibik“ keineswegs zu kurz.

Auf den spielerisch-spannenden Vormittag folgte der mindestens gleichermaßen interessante Nachmittag. Man erarbeitete sich gemeinsam an verschiedenen Modellen – etwa dem „Suchtsack“ und dem „Gefühlstank“ – die Ursachen sowie den Entstehungsverlauf von Sucht, um sich dann in Gruppenarbeit spezifisch mit der „Kinder stark machen“ auseinanderzusetzen.
Alles in allem gestaltete sich das Coaching als sehr wertvoll. Und wertvoll ist auch, sich darüber bewusst zu sein, dass „Jugendarbeit“ nicht nur „Spaß“, sondern ein stückweit auch positive „Lebensgestaltung“ meint, ein Geschenk, dass jeder Gruppenleiter seinen Teilnehmenden regelmäßig mit auf den Weg gibt.